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Vorbereitung

 

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Anreise

 


Vorbereitung

Die Vorbereitung auf den Urlaub beeinflusst in ganz entscheidender Weise ob der Urlaub entspannend wird oder eher stressig. Damit meine ich nicht, dass alles bis ins letzte Detail geplant sein muss. Vielmehr sollte man sich immer noch Freiräume offen lassen. In Schottland gilt auf jedenfall der Grundsatz "erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt". Dafür sorgt alleine schon das Wetter. So, genug geredet, jetzt ein paar Tips die mir meine Urlaube erleichtert habe:

 

Gutes Kartenmaterial:

Bei meinem ersten Urlaub haben mein Kumpel und ich eine 1:250.000 Karte genommen und geschaut wo wir ungefähr wandern wollten. Mit einem Kompass und den vielen Orientierungspunkten wie den Flüssen und Bergen sollte das schon irgendwie gehen. Vor Ort wollten wir uns dann noch eine genauere Karte kaufen. Haben wir auch gemacht. 1:100.000

Hat nicht wirklich gut geklappt wie man sich vielleicht vorstellen kann.

Unter www.streetmap.uk.co kann man sich im Internet kostenlos Karten bis zum Maßstab 1:25000 anschauen. Für mich ist diese Seite mit den verschiedenen Maßstäben der erste Anlaufpunkt um mir eine Route herauszusuchen.

Vor Ort sollte man sich dann am besten eine Karte im Maßstab 1:50.000 kaufen. Diese Karten sind nicht zu detailiert aber auch nicht zu ungenau. Ein sehr guter Anbieter ist Landranger. Von einigen Wanderrouten gibt es auch eigene Karten (z.B. West-Highland-Way von Harvey Map)

 

Grobe Planung der einzelnen Etappen! Dadurch setzt man sich zum Einen mehr mit der Route auseinander, zum Anderen hat man so erst einmal für den ersten Tag halbwegs Ruhe vor dem Karte wälzen. Am besten ist man legt sich für den ersten Tag schon zwei oder drei Alternativziele fest, so dass man bei schlechtem Wetter die kürzere Etappe wählen kann und dann im Zelt oder in welcher Unterkunft auch immer die nächsten Tage neu planen kann.

 

Weiterhin lohnt es sich nicht die komplette Verpflegung für die gesamte Tour mitzunehmen. Vielmehr sollte man schon von zuhause aus versuchen Einkaufsmöglichkeiten ausfindig zu machen.

 

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das Wetter

wenn man Berichte über Schottland liest, dann findet man die folgenden Sätze so, oder so ähnlich immer wieder vor:

"nach einer Woche Dauerregen in den Highlands fängt man an mit den Schafen zu reden, doch das schlimme ist, dass sie nach einer weiteren Woche auch noch antworten .... "

"in Schottland regnet es nie besonders lang, maximal 7 Tage am Stück..."

oder wie Mel Gibson es in seinem Klassiker Braveheart so schön formuliert:

"..ist doch gutes schottisches Wetter. Der Regen fällt fast lotgerecht, nur leicht zur Seite geneigt..."

Laut den meisten Reiseberichten und auch Reiseführern sind Mai und Juni die regenärmsten Monate. In vielen Gesprächen in Schottland wurde mir allerdings auch immer der September als reganarmer Monat empfohlen. Warscheinlich hängt es auch ein bißchen davon ab, wo man sich in Schottland befindet. Die Westküste wird allgemein mit etwas rauherem und auch feuchterem Klima in Verbindung gebracht. Dafür wird man allerdings auch mit der schroffen Landschaft belohnt. Die Ostküste gilt als etwas milder, und hat mit ihren weiten Landschaften ebensoviel zu bieten.

Daher ist mein Tip den Urlaub für Ende Mai, Anfang Juni bzw September zu planen.

 

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Packliste

Diese Packliste ist die Packliste aus meinem letzten Wanderurlaub im Mai 2003. Und wird genauso wieder für meinen nächsten bereits in Planung stehenden Urlaub verwendet. 2003 war ich 9 Tage unterwegs. Allerdings würde ich auch für längere Touren nicht viel mehr mitnehmen, da man gut auch zwischendurch waschen kann. Zu viel weniger Gepäck würde ich aber auch nicht raten. Wo man je nach Wanderroute viel Gewicht einsparen kann ist bei der Verpflegung. Man sollte sich also vorher gut erkundigen in welchen Orten man einkaufen kann, denn nicht jeder große Ort hat ein Geschäft und nicht jede kleine Ortschaft besteht nur aus Wohnhäusern und einem Pub.

Material:

   
  Zelt  
  Schlafsack  
  Isomatte  
  Kocher  
  Spiritus  
  Feuerzeug  
  SIGG Flaschen  
  Wecker  
  Taschenlampe (im Sommer nicht unbedingt nötig, aber wenn man Nachts im Zelt was sucht ganz praktisch)  
  Essgeschirr (tiefer Teller, Messer, Gabel, Löffel, Tasse)  
  Kamera  
  Messer  
  Rei in der Tube  
  Spüli bzw. Duschzeug  
  Toilettenpapier  
  Medizinpack:
Pflaster
 
Bepanthen
    Immodium Akkut
    Paracetamol
    Traumon Gel
    Verband
    Tigerbalm
Kleidung:    
  Wanderschuhe  
  3 Paar Socken  
  3 T-shirts  
  3 Unterhosen  
  1 Hose + evtl. eine Ersatzhose  
  1 (Fleece-) Pullover  
  Outdoorjacke  
  Regenhose  
  Kulturbeutel (Zahnbürste, Zahnpasta, Handtuch, Deo!!!)  

Verpflegung: (Pro Person)

   
  1/4 Packung Nudeln pro Tag  
  1 Tütensuppe pro Tag  
  1 Packung Nudelsoße pro Tag  
  4 Scheiben Toastbrot pro Tag  
  Nutella  
  1 Salami pro Woche  
  3 Teebeutel pro Tag  
  Zucker  
  Salz  
  Vitamintabletten  
     
  Weintrauben  
  getrocknete Bananen  
  Müsliriegel  
     
Winterpack    
  Handschuhe  
  Mütze  
     
GANZ GANZ WICHTIG    
  GELD  

Wenn man noch Platz im Rucksack hat, kann man auch zur Abwechselung ein paar 5 Minuten Terrinen mitnehmen. Ich hatte unter anderem Milchreis dabei und war davon NACHHALTIG BEGEISTERT!!!

 

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per anhalter

Für viele Wanderurlauber eigentlich ein Tabu Thema. Ich sehe die Sache etwas anders. Zum einen gibt einem das Fahren per Anhalter die Möglichkeit mehrere Routen in verschiedenen Gebieten zu "erwandern" ohne dabei die "lästigen Zwischenstücke" in kauf nehmen zu müssen.

Hinzu kommt, dass man auf diese Art und Weise viele wirklich interessante Leute kennenlernt. Natürlich sollte aber jeder die "Gefahr" für sich abschätzen. Allerdings sehe ich die das "Hitch-hiken" nicht als wirkliche Gefahr an. In Deutschland würde ich es nicht machen. Aber in Schottland.........???!!!???

Eins noch, in der Regel wartet man nicht länger als 20 Minuten. "Auf dem Land" geht es meistens etwas schneller als in der Nähe von Städten.

 

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einkaufen

Zum Thema "Einkaufen" habe ich ja bereits unter dem Punkt "Vorbereitung" etwas geschrieben. Ich würde mich bereits vor Fahrtantritt versuchen im Internet über Einkaufsmöglichkeiten zu informieren. Die besten Informationen erhält man allerdings vor Ort. Häufige Gesprächspartner stellen andere Wanderer dar. Meistens kommen einem diese ja entgegen (was in der Natur der Sache liegt :-) ) Oder aber man trifft sich abends an guten Zeltmöglichkeiten. Hier würde ich immer versuchen ins Gespräch zu kommen um Informationen über den weiteren Wegverlauf, Einkaufsmöglichkeiten oder gute Übernachtungsmöglichkeiten in Erfahrung zu bringen.

Es ist auch nicht unbedingt gesagt, dass in jeder "Stadt" ein Geschäft liegt, genauso kann in den noch so kleinen Dörfern manchmal eine sehr gute Einkaufsmöglichkeit bestehen.

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uebernachten

In Schottland besteht gilt das aus anderen nordischen Ländern bekannte Jedermannsrecht leider nicht. Es ist aber fraglich, ob sich in diesem weitläufigen Land ein Kläger finden wird. Wenn eine Farm oder ein Haus in der Nähe ist sollte man auf jedenfall einmal nachfragen. Ich bezweifel allerdings dass man jemals ein "Nein" als Antwort bekommt. Zum Einem weil die meisten Schotten kein deutsch sprechen :-) und zum Anderen weil die meisten Schotten auch sehr gastfreundlich ist. Auf jedenfall sollte man sich aber daran halten seinen Müll mitzunehmen. Und (zumindest mache ich das so) meistens hat man ja auch einen Müllbeutel in dem man seinen eigenen Müll mit nimmt, so dass man Müll den man am Wegrand findet auch einpacken kann und beim nächsten Mülleimer mit entsorgen kann.

 

In einigen Gebieten, wie z.B. auch auf dem West-Highland-Way wird allerdings darum gebeten nur auf den vorgegebenen Zeltplätzen zu übernachten. "Zeltplatz" bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass man hier eine Dusche, Toilette, Waschraum etc. hat. Meistens handelt es sich um ein Stück Wiese, dass halbwegs eben ist und nicht nur aus Sumpf besteht.

Weiterhin kann man die Bothys zum Übernachten benutzten. Unter http://www.mountainbothies.org.uk/ kann man schon von zuhause aus schauen wo welche Bothy liegt. Bei einigen sind auch Fotos verfügbar. Bothys sind meistens nur einfache Steinhäuser mit Steinboden. Ohne Schlafsack und Isomatte läuft also garnichts. Manche Bothys sind auch mit Kamin ausgestattet. Allerdings ist meistens kein Holz zum Verbrennen verfügbar.

Eine weitere Kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit stellen Jugendherbergen dar. Wer einen deutschen Jugendherbergsausweis besitzt kann diesen vorort auch verwenden.

Bei Ankunft/Abflug ab Glasgow Prestwick kann man auch im Flughafen übernachten.

 

Um noch ein bißchen Werbung zu machen:

Bei meinem letzten Schottlandurlaub im Februar habe ich mein Zelt zuhause gelassen. Aus diesem Grund habe ich jeden abend ein Bunkhouse oder eine Jugendherberge angesteuert. Wer auf dem West Highland Way unterwegs ist, und nicht in den beiden Bothys übernachten möchte. Kann in Inversnaid im Bunkhouse von Marion und Scott übernachten. Die beiden haben eine alte Kirche restauriert und ein wirklich sehr gemütliches Bunkhouse eingerichtet. Die Zimmer sind zwar recht klein und karg, aber dafür gibt es unter dem Dach ein SAUGEMÜTLICHES Wohnzimmer. Mit Ledercouch, Internet, X-Box, kalten und warmen Getränken und man kann sich auch etwas zu essen bestellen. Da ich im Februar da war, und der einzige Gast, durfte ich sogar die Küche benutzen. Im Februar hatten sich die beiden überlegt ein "Hot Tub" zu bestellen. Eine Art Whirlpool die draußen vor dem Haus aufgestellt werden soll. Ich denke, dass sie inzwischen aufgebaut ist.

Schaut am besten selber unter www.inversnaid.com

Hier ein paar Bilder für den ersten Eindruck.

Wer noch weitere Fragen hat schreibt den Beiden am besten direkt eine email. Ich denke, dass sie sich direkt melden werden.

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anreise

Ich bin meistens mit Ryanair geflogen. Das ist zum Einen Recht günstig, zum Anderen landet Ryanair in der Nähe von Glasgow, so dass man mit dem Zug sehr schnell an fast jeden Ort in Schottland kommt.

 

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